Europa Verlag


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25px Dieser Artikel beschreibt den Europa Verlag mit Sitz in Zürich, nicht zu verwechseln mit dem, zuvor in Wien ansässigen Europa Verlag Berlin. Von 1940 bis 1945 gab es zudem innerhalb des Franz-Eher-Verlages einen Zeitschriftenverlag dieses Namens.
Europa-Verlag Aktiengesellschaft
Rechtsform Aktiengesellschaft <ref name="HR">Eintrag der «Europa-Verlag Aktiengesellschaft» im Handelsregister des Kantons Zürich</ref>
Gründung 1933
Sitz Zürich, Schweiz
Leitung Lars Schultze-Kossack
(Geschäftsführer)
Nadja Kossack
(Verwaltungsrätin)
Branche Verlag
Website www.europaverlag.ch

Der Europa Verlag (offiziell Europa-Verlag Aktiengesellschaft<ref name="HR" />) ist ein Schweizer Verlag mit Sitz in Zürich.

Der 1933 vom Schweizer Verleger und Buchhändler Emil Oprecht gegründete Verlag veröffentlichte während der Zeit des Nationalsozialismus vor allem Werke von verfolgten Autoren und galt damit als sogenannter Emigrantenverlag. Auch war der Europa Verlag einer der wichtigsten Theaterverlage der damaligen Zeit. Emil Oprecht gehört zu den legendären Verlegern des vergangenen Jahrhunderts, der in täglichem Kampf für die Unterstützung Verfolgter, gegen zunehmenden Druck auch der schweizerischen Zensur und gegen alle ökonomischen Widerstände aufrecht blieb. In dem halben Jahrhundert des Bestehens seines Verlages standen im Programm Autoren und Bücher im Vordergrund, die für die Würde und Freiheit des Menschen eintraten.

Auch im 80. Jahr seiner Existenz im Jahre 2013 ist der Zürcher Europa Verlag teilweise noch Verlag von Autoren der Emigration und des Kampfes gegen den Faschismus wie Curt Riess, Luigi Bartolini, Arthur Koestler, Carlo Levi, Bertrand Russell, Willy Brandt.<ref>Der Europa Verlag wird 80 Jahre!, abgerufen am 9. Dezember 2015.</ref> Moderne Autoren sind unter vielen Richard Aschinger, Reinhold Joppich, Angelika Waldis, Robert Parker, Andreas Gross, Rainer Gross, und Esther Scheidegger.

Die Wiener Tochter

Auch der 1946 von Oprecht in Wien gegründete Schwesterverlag, der 1947 sein erstes Programm vorlegte, sah es als seine Aufgabe an, der in Zürich begründeten Tradition zu folgen und 'im Ringen der Anschauungen für europäischen Geist und humanitäre Gesinnung eine Tribüne zu sein'. Im Jahr nach Oprechts Tod, 1953, ging das Wiener Unternehmen an den Österreichischen Gewerkschaftsbund, der das Werk von Arthur Koestler fortsetzte, Manès Sperber entdeckte und ein allgemeines Belletristik- und Sachbuch-Programm verlegte. Vierzig Jahre später, 1993, wurde der Wiener Verlag stillgelegt, der Europa Verlag ging in den Besitz von Otto Wolff von Amerongen und Sal. Oppenheim über und zog nach München, später dann, nach dem Erwerb durch die Senator Entertainment AG nach Hamburg. Im Jahr 2005 wurden die verlegerischen Aktivitäten eingestellt.

Weblinks

Einzelnachweise

<references />